Neues Jahr, neues Glück!

Ok… ich weiß!
Es ist schon Mitte Jänner und wir sind alle längst im neuen Jahr gelandet.
Die einen räumen z’samm, sortieren aus und ordnen alles neu. Die anderen gehen laufen, machen Yoga und sporteln was das Zeug hält. Wieder andere stellen die Ernährung um und/oder leben achtsamer, meditieren und räumen ihr Leben auf der emotionalen Ebene auf.

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Versteht mich nicht falsch!
Ich finde das alles wirklich super. Bei jedem einzelnen Thema denk ich mir “JA! Voll die gute Idee! Das mach ich auch!”
…und da haben wir das Problem!
Ich möchte alles und sofort ändern. Jetzt wirklich.
Das stresst mich.
Ich weiß nicht wo ich anfangen soll, drum mach ich von allem ein bisschen und spätestens Ende Februar bin ich das erste Mal frustriert, weil ich so vieles noch nicht gemacht hab.
…und da fang ich noch gar nicht von diesem Social Media an…
Wo alle alles auf die Reihe kriegen und während sie ihre Laden sortieren gleichzeitig Sport machen und dabei so glücklich sind, dass sie das emotional total bereichert.
Boah…das nervt.
Nein, nicht Social Media. Ich nerve mich selber, also genauer gesagt mein Perfektionismus nervt mich.
Ich hatte gehofft, dass ich den im alten Jahr zurückgelassen hab. Tja.. ist wohl nicht so. Er ist wieder da!

Drum hab ich die Reißleine gezogen.
Nachdem ich bemerkt habe, dass ich immer genervter werde und immer unzufriedener umso länger der Jänner dauert, hab ich was beschlossen!
Ich habe auch aussortiert!
Und zwar meine Vorsätze für’s neue Jahr!
Ich hab sie Maria Kondo like für nicht behaltenswert erachtet, mich bei ihnen bedankt und sie vor die Tür gesetzt! Die kann sich gern wer anderer abholen. Vielleicht kann jemand was damit anfangen und wenn nicht lass ich sie gnadenlos draußen liegen und steig einfach drüber, wenn ich vorbeigehe.

Nein. Stimmt nicht ganz.
Ich hab nicht alle rausgeschmissen. Einer durfte bleiben!
Nämlich dieser hier:
Ich nehme mir für’s neue Jahr vor, dass ich keine Vorsätze habe. Ich entziehe mich dem Druck alles besser zu machen. Ich höre auf damit enttäuscht zu sein, wenn ich etwas doch nicht einhalten kann. Ich mache bei diesem Neujahrstrend einfach nicht mit! Punkt!

Klingt recht plausibel oder?
Ist im Leben aber gar nicht so einfach. Vor allem mit einem Ehemann an der Seite, der am 01.Jänner um 9.45 Uhr eine Liste mit 15 Vorsätzen für sich selbst fertig hat und eine nicht minder kürzere Liste an Zielen für jeden seiner MitarbeiterInnen.
Ich lass mich aber nicht unterkriegen. Jede darf das handhaben wie sie will, aber bitte ohne mich.

Ich freu mich drüber, wenn ich etwas geschafft habe. Versuche dankbar zu sein und bleibe im ständigen Kontakt mit meinem Perfektionismus. Ich versuche ihn zum Gehen zu überreden. Vielleicht zieht er ja heuer sogar aus. Wow..das wär’s!

Ich wünsche euch viel Glück für alles was ihr euch vorgenommen habt. Seid’s nicht zu streng zu euch selbst. Es ist völlig ok Vorsätze anzupassen oder einfach wegzulassen. Es wird nix schlimmes passieren. Ich versprech’s euch.
…und ich feier mich jetzt kurz selbst, denn ich hab den Blogpost für euch fertig geschrieben! Ein Punkt auf meiner Liste weniger!

YEAH BABSI! 🎉 Hast du gut gemacht! 🎉

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