Solidarität, Schwestern!

Es ist schon einige Wochen her. Da war's noch so richtig kalt. Die Kinder und ich nutzten die Chance und gingen zum Natureislaufplatz.
Wir hatten richtig Spaß. Jeder drehte seine Runden, gemeinsam oder auch allein. Es war richtig entspannt.

Manchmal ist alles doof

Wir waren natürlich nicht alleine dort. Es war ein kunterbunter Haufen von eingemummelten Kindern und Eltern.
Mitten drinnen war ein kleines Mädchen mit Mama, den Freundinnen aus dem Kindergarten und deren Mama's. Ich kenne die kleine Maus, da ich sie schon einmal fotografieren durfte. Damals war sie noch ein Baby und ich war ganz überrascht wie groß sie schon geworden ist.
Während ich so meine Runden gefahren bin, hab ich sie ein wenig beobachtet. 

OH... WOW... Das Trotzalter!

Was für eine Herausforderung für uns Eltern.
Den Eisbären, nicht den Pinguin, kein Keks, doch ein Keks, kein Schnulli, doch ein Schnulli,...
Boah... wie mühsam. Man hat das Gefühl alles was man macht ist falsch. Sie wollen ja doch wieder das Gegenteil von dem was sie vorher wollten. 
Sofort ist mir mein Sohn eingefallen. Unser Meister der Trotzphase. Wahnsinn. Der konnte aufdrehen. 

Ganz ehrlich... ich bin froh, dass wir diese Phase hinter uns haben. Während ich also stiller Beobachter der Situation war, ist mir aufgefallen wie geduldig die Mama war. Sie ist immer wieder drauf eingegangen. Hat ganz bestimmt und klar formuliert was geht und was nicht, was ihre Tochter darf und was nicht. Immer wieder.

Als meine Kids dann genug hatten und wir uns für's nach Hause fahren fertig gemacht haben, bin ich zu den Beiden rüber gegangen.
Ich hab der Mami gesagt, wie toll sie das macht. Das sie nicht aufgeben soll, da das Verhalten ihres Kindes nur eine Phase ist, dass es eines Tages vorbei sein wird und dass ich ihre Geduld bewundere.

Natürlich konnte ich ihr damit in der Situation nicht helfen. Ich bin mir nicht mal sicher ob sie meine Worte nicht sogar genervt haben oder ob sie innerlich nicht nur die Augen verdreht hat.
ABER es war mir wichtig! 
Warum? 

Weil ich mir das auch gewünscht hätte. Wie ich mit dem tobenden Zweijährigen mitten im Supermarkt gestanden bin, begleitet von einer Vierjährigen und einer Sechsjährigen. Leider bekam ich nur die üblichen abwertenden Blicke und die richtigen unnötigen Meldungen à la "Na... Was hat er denn? Tut ihm was weh?" 
Genau das ist der Grund, warum es mir heute wichtig ist, den Mamis, die in diesen Situationen stecken, zu zeigen, dass es ok ist, dass ich sie verstehen kann und dass ich mich in ihre Situation einfühlen kann.

Solidarität! Darum geht's mir! Schließlich finden wir uns alle irgendwann mal in solchen Situationen wieder und da hilft es sehr zu wissen, dass man nicht allein ist!

Es ist zum Heulen