Mein Lieblings-gut-mensch

Wann ist das eigentlich passiert? Wie ist es gekommen, dass aus etwas Gutem ein Schimpfwort entstanden ist?

mein Lieblingsgutmensch

Gutmensch...

... damit meinen Leute nicht, dass es toll ist, wenn man seine eigenen Bedürfnisse hinten anstellt und sich selber nicht ganz so wichtig nimmt, um anderen zu helfen. 
Nein, in diesem Wort liegt eigentlich wenig Gutes, dahinter verbirgt sich oft Neid, Frustration und Angst.
Ich habe von meinen Eltern gelernt, dass es bereichernd ist Gutes zu tun, dass eine gute Tat etwas verändern kann. Es war mir schon immer wichtig, andere glücklich zu machen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. 
Ich bin gern ein Gutmensch. 

Ich bin auch glücklich, dass ich einen passenden Gutmenschen für mich gefunden habe, der sein Leben und seine Ansichten mit mir teilt und der mich auch nach so vielen Jahren noch immer überrascht. So auch jetzt, in dieser, für viele, nicht ganz so einfachen Zeit. Er hat das Bedürfnis zu helfen und macht es einfach, mit einer Motivation und Konsequenz, die ich einfach nur bewundernswert finde. Abseits der üblichen Ausreden wie, dazu fehlt mir die Zeit, ich weiß nicht wie oder was kann ich denn machen. Er tut es einfach.
Unermüdlich steht er Rede und Antwort, diskutiert, kommentiert und beantwortet Fragen oder entkräftet Vorwürfe. 

Er setzt sich mit allem auseinander, auch mit Aussagen, die persönlich werden und deren Urheber nicht wirklich an einem Gespräch interessiert sind. Immer wieder frage ich ihn, warum er das so konsequent macht und immer wieder antwortet er mir, wenn ich nur einen davon überzeugen kann, das es eine gute Sache ist zu helfen, dann bin ich zufrieden.

Das beeindruckt mich. 
...und es macht mich dankbar dafür, dass er an meiner Seite ist. 

PS.: Wer wissen will wo sich mein Lieblings-Gut-mensch so engagiert, der kann sich hier (Wagram hilft) ein Bild davon machen.

Wir zwei gegen den Rest der Welt