...dicker als Wasser...

Ich hab vor ein paar Tagen ein Gespräch geführt, dessen Inhalt mich noch immer beschäftigt.
Geschwister.

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Immer wieder mache ich mir Gedanken darüber wie meine Kinder sich wohl verstehen werden, wenn sie Erwachsen sind. 
Haben sie Kontakt zu einander? Treffen sie sich regelmäßig? Sind sie Vertraute voneinander? Oder sehen sie sich gar nicht mehr? Haben sie nur lose Kontakt? Oder sind vielleicht gar nicht interessiert am anderen?

Ich weiß... Das werde ich nicht entscheiden. 
Ich bin auch nicht sicher, ob ich da überhaupt Einfluss drauf habe. Trotzdem wünsche ich mir vom Grunde meines Herzens, dass sich die Drei wenn sie groß sind, nahe stehen, dass sie Interesse am Anderen haben und sie einander wichtig sind.

Ich bin immer voller Bewunderung, wenn ich in auf Geschwister treffe, die auch im Erwachsenenleben engen Kontakt haben und sich nahe stehen. 
Da komme ich sofort ins Grübeln. 

Ich habe einen großen Bruder. Ich liebe ihn sehr. 
Er hat einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen. Wir haben uns schon ziemlich lange nicht gesehen.
Er lebt weit weg von mir. Er geht seinen Weg. Ich bin stolz auf ihn. 
Wir sind so unterschiedlich wie Sonne und Mond. Wir lösen Probleme auf komplett andere Art. 
Wir leben unser Leben auf völlig unterschiedliche Weise. Wir gehen mit Emotionen ganz anders um. 
Wir sind anders. Wir respektieren einander. 

Es gibt so viele unterschiedliche Geschwisterbeziehungen. Manche sind schwierig oder reserviert. Andere wiederum harmonisch und voller Innigkeit. 
...und da ist sie wieder... 
Die Frage: Was kann ich als Mutter dazu beitragen? Gibt es Dinge, die ich falsch machen kann? Oder hat das gar nicht so viel mit mir zu tun, wie ich denke? 

Ich habe beschlossen, die Individualität meiner Kinder, wie ich es bisher schon gemacht habe, auch weiter hin zu fördern. Ich werde noch mehr drauf achten, sie nicht zu vergleichen. 
Sätze wie "Das hat deine Schwester aber so und so gemacht." zu vermeiden. 
Jedes meiner Kinder hat eine so einzigartige Persönlichkeit. Genau diesen Persönlichkeiten möchte ich mehr Raum geben.
Ich möchte Wettkampfsituationen vermeiden. Keine "Ich kann das besser"-Wettbewerbe.
Ich möchte ihnen zeigen, dass ich Jeden auf seine wunderbar einzigartige Art und Weise liebe. Ohne Wenn und Aber.
In den nächsten vier Wochen bis Weihnachten werde ich mir Zeit mit jedem Einzelnen nehmen. Was auch immer sie machen möchten. Ich bin dabei. Exklusive Zeit mit mir ohne die anderen Geschwister. Volle Aufmerksamkeit, ohne teilen zu müssen.

Das hab ich mir überlegt. Das möchte ich machen. 

Wenn ich aber ganz ehrlich zu mir selber bin, weiß ich, dass es kein Rezept dafür gibt. Oder einen Punkteplan, an den ich mich halten kann. 
Ich kann nur das Vertrauen haben, dass sie die Verbundenheit mit ihren Geschwistern immer spüren und wissen, dass da immer jemand da ist. 

Genau. Ich habe Vertrauen in meine Kinder. 

...und ich werde meinen Bruder anrufen. 

Beim Shooting von Elisabeth und ihren Männern konnte ich das auch beobachten Jeder der Burschen hat ein ganz anderes Gemüt. Elisabeth ist mit einer unglaublichen Ruhe individuell auf jeden eingegangen. Das hat mich in meinen Überlegungen bestärkt. 
...und ganz nebenbei haben wir super schöne Herbstfotos gemacht... :)

 

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