Vertrauen und Loslassen

WOW...
Seit Monaten freue ich mich schon auf eine Woche Auszeit in der Sonne zu zweit ohne Kids.
Alles ist organisiert, die Listen sind geschrieben, Omi und Opi informiert und die Kinder wissen auch Bescheid.

Meine Familie - da wo mein Herz schlägt

Der Wunsch nach einer kurzen Auszeit in der Sonne ist immer größer geworden und dann sitze ich da, die Sonne kitzelt meine Nase und ich vermisse sie schrecklich.

Meine Kinder fehlen mir.

Mitten in der schönsten Landschaft überlege ich, wie sehr sie den Sandstrand lieben, wie cool sie die Ferienwohnung finden würden und wie schön es wäre, wenn ich jetzt mit ihnen gemeinsam Abendessen könnte.

Das ist eine der größten Lektionen, die mir das Mamasein in den letzten Jahren gelernt hat: Loslassen!

Egal ob sie die ersten Meter allein mit dem Fahrrad fahren, ob sie allein mit der Schulklasse einige Tage weg sind oder ob ich Vertrauen haben muss, dass alles gut ist, wenn ich ich nicht zu Hause bin.
Natürlich weiß ich, dass alles gut ist, da geht's auch nicht um rationale Überlegungen, sondern um was Emotionales.
Loslassen geht auch nur in Kombination mit Vertrauen haben.

Aber wie schafft man das jetzt? Vertrauen haben und Loslassen.

Wenn ich merke, dass es mir grad nicht so leicht fällt Vertrauen zu haben, dann denke ich immer daran was sie schon alles super hinbekommen haben. Wo ich ihnen vertraut habe und wo ich dafür mit tollen Situationen und schönen Emotionen belohnt worden bin, dann spüre ich wie das Gefühl der Sicherheit langsam wiederkehrt.

Wenn das auch nicht klappt, überlege ich warum mir grad das Vertrauen fehlt. Wie es mir in meiner aktuellen Situation grad geht. Dann merke ich ganz schnell, dass meine Kinder mir auch ein Sicherheitsgefühl geben. Gebraucht zu werden und eine Aufgabe zu haben, ihnen wichtig zu sein. Das gibt mir Sicherheit.

Fehlt dieser Teil in meinem Leben, fühle ich mich ein bissl unvollständig.
Ein Gefühl an das ich mich gewöhnen muss und auch möchte. Immer wieder auf's Neue.
...das ist nämlich gut so...
Irgendwann werden sie nämlich flügge und brauchen mich nicht mehr so wie jetzt, und dann möchte ich vorbereitet sein auf dieses Gefühl.

Wenn die Sehnsucht immer noch unverändert da ist, schaue ich meine Fotos am Handy durch. Ich hole sie einfach virtuell ganz nah zu mir. Das füllt mein Herz mit Liebe.

Wenn all das nichts geholfen hat und die Sehnsucht ist durch die Fotos nur noch größer geworden, dann gibt's nur noch eine Möglichkeit: Telefonieren!

Nichts ist schöner als ihre Stimmen zu hören und ihren Erzählungen zu lauschen. Zu hören, dass alles ok ist, dass sie sich freuen, wenn wir wieder da sind und dass sie uns lieb haben, ist einfach unbezahlbar.

Da ist es wieder!
Das Vertrauen!
...und dann kann ich mit gutem Gewissen wieder loslassen und den Moment genießen!

Danke, danke, danke liebe Marie! Dank dir haben wir so schöne Familienfotos von uns! Es ist wirklich ein ganz besonderes Geschenk.

Da wird mir warm ums Herz
Liebe
Liebe
Liebe