Vom Festhalten und Loslassen

Gestern hab ich ein paar Worte aufgeschrieben, die euch gerne zeigen möchte: 

...als ich mich heute auf den Weg nach Hause gemacht habe, von einem super netten Gespräch mit einem Pärchen, hat der Himmel meinen Blick gefangen.

abendstimmung wien museumsquartier

Vor nicht mal einer Stunde hat es geregnet, als würde die Sonne nie wieder scheinen. Die Gewitterwolken stehen noch mächtig am Himmel, doch die Sonne bahnt sich ihren Weg durch die Regendecke und taucht die Welt in goldenes Licht.

Reflexartig greife ich zu meinem Handy und versuche den Moment festzuhalten. 
Ein Foto und noch eines, Hochformat oder doch Querformat... 
Ich gehe weiter durch den Hof vor das Gebäude und auch dort ist die Stimmung einzigartig. Wieder versuche ich sie mit meinem Handy einzufangen. 

Und plötzlich von einem auf den anderen Moment malt die Sonne einen Regenbogen an den Himmel. Er ist einfach wunderschön. Perfekt gebogen von Anfang bis Ende. 

Wieder ein Foto, wieder Unzufriedenheit, dass es nicht das wiedergibt was ich sehe. Ich blicke links und rechts. Rund um mich Menschen die auch versuchen mit ihren Handys und Kameras den Moment festzuhalten. 

 ...und plötzlich wird es mir klar.... 

 Es gibt Momente die kann man einfach nicht festhalten. 
Die muss man wahrnehmen und genießen, genau hier und jetzt. Wie gebannt schaue ich in den Himmel. Versuche dieses wunderschöne Lichtspiel in mir aufzunehmen. Ich genieße den Moment und erfreue mich an diesem Naturschauspiel. Stecke mein Handy ein und entspanne mich. 

 Ich habe den Moment festgehalten! Wahrgenommen mit meinen Augen und gespeichert in meiner Erinnerung!  

kunsthistorisches museum im abendlicht